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FAQ
Integrity Due Diligence ist ein Verfahren, mit dem Informationen gesammelt werden, um Kunden dabei zu helfen, die Integritätsrisiken zu verstehen und zu bewerten, die mit Personen und Organisationen verbunden sind, mit denen sie geschäftlich zu tun haben. Manche Organisationen bezeichnen dies auch als Hintergrundüberprüfung.
Im Wesentlichen ist der Werkzeugkasten immer derselbe – die Fragen, die beantwortet werden müssen, können spezifischer sein, was beispielsweise zu einer Sanctions Due Diligence führt, oder ganzheitlicher, wobei eine Reputationsrisiko-Due-Diligence erforderlich ist, die alle Risikobereiche abdeckt. ESG Due Diligence konzentriert sich auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken.
Eine Untersuchung kann entweder öffentlich zugängliche Informationen über Open Source Intelligence (OSINT) und/oder Erkundigungen über menschliche Quellen mittels Human Source Intelligence (HUMINT) umfassen.
Open Source: Bezieht sich auf Informationen, die öffentlich zugänglich sind, wie Websites, soziale Medien, Nachrichtenartikel, öffentliche Regierungsunterlagen, Foren, Blogs und Datenbanken. Intelligence beinhaltet die Analyse und Interpretation von Informationen, um Erkenntnisse zu gewinnen oder Entscheidungen zu treffen.
HUMINT ist die Sammlung von Informationen durch zwischenmenschlichen Kontakt, bei dem in der Regel eine direkte Interaktion mit Personen stattfindet, die Zugang zu wertvollen Kenntnissen haben.
Die Zuverlässigkeit von Quellen kann variieren, daher ist eine Gegenüberstellung und Bewertung der Wahrscheinlichkeit von Verzerrungen wichtig.
Gängige OSINT-Tools und -Techniken:
Suchmaschinen (Google, Bing mit erweiterten Operatoren)
Social-Media-Analysetools (z. B. Maltego, Sherlock, Social-Searcher)
WHOIS/IP-Abfrage (z. B. Whois, Shodan, Censys)
Metadaten-Extraktion (z. B. ExifTool)
Öffentliche Datenquellen (z. B. Regierungsdatenbanken, Leaks, Archive)
Der ultimative wirtschaftlich Berechtigte (UBO) ist die reale Person, die letztendlich von einem Unternehmen profitiert oder es kontrolliert, auch wenn sie nicht in offiziellen Dokumenten aufgeführt ist. Obwohl dies je nach Rechtsordnung variiert, gilt eine Person als UBO, wenn sie:
25% oder mehr der Anteile oder Stimmrechte eines Unternehmens besitzt
Das Recht hat, die Mehrheit der Direktoren zu ernennen oder abzuberufen
Anderweitig eine wesentliche Kontrolle über das Unternehmen ausübt
Beispiel:
Unternehmen A gehört Unternehmen B.
Unternehmen B gehört Unternehmen C.
Unternehmen C gehört zu 100% John Doe.
Obwohl John Does Name nicht in den öffentlichen Unterlagen von Unternehmen A erscheint, ist er der ultimative wirtschaftlich Berechtigte von Unternehmen A.